OZG und Digitalisierung - Projekt des Monats

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Kultur.Sichtbar

Soforthilfeprogramm für Chemnitzer Kunst- und Kulturschaffende

Sonderprogramm der Stadt Chemnitz „In der Krise sichtbar und hörbar bleiben“
Die Corona-Pandemie hatte vielfältige Auswirkungen auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadtgesellschaft. Auch die Kunst- und Kulturszene der Stadt war davon betroffen. Um die negativen Auswirkungen der Pandemie für diese Zielgruppe abzufedern und gleichzeitig die Potentiale der Kunst- und Kulturschaffenden für die Stadtgesellschaft nutzbar zu machen, wurde die Bereitstellung eines Sofortprogramms mit den digitalen Potentialen verknüpft. Diese bestanden einerseits darin, die Antragstellung unbürokratisch auf digitalem Weg zu ermöglichen, aber auch die Ergebnisse und Projekte u.a. als Digitalangebote zu ermöglichen.

Die Stadt Chemnitz hatte dazu ein kommunales Sonderprogramm „In der Krise sichtbar und hörbar bleiben“ (Soforthilfe Kultur.Sichtbar) aufgelegt. Dieses Programm beinhaltete eine Unterstützung für Chemnitzer Kunst- und Kulturschaffende, mit der ihnen ermöglicht werden sollte, unter den gegebenen Bedingungen der Einschränkungen trotzdem regional und kommunal sicht- bzw. hörbar zu bleiben, kulturell/künstlerisch wirksam zu sein und damit nicht von der „kulturellen Bildfläche“ zu verschwinden.

Dieses kommunale Sonderprogramm war Teil des am 29.04.2020 vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmepakets, um die Folgen der Pandemie in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport abzumildern (B-116/2020). Für die Soforthilfe Kultur.Sichtbar wurden insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Zuwendung pro Maßnahme konnte max. 1.000 Euro betragen. Die Fördermittel konnten für Marketingaktionen, Digitalangebote bzw. die Bespielung von Online-Kanälen oder für besondere künstlerische/kulturelle Projekte und Ideen eingesetzt werden, die unter den Bedingungen der geltenden Einschränkungen trotzdem wahrgenommen werden konnten.

Die Beantragung der Förderung lief ausschließlich über ein Online-Antragsverfahren. Dabei wurde das digitale Antragsverfahren in die Strategie der Digitalen Agenda der Stadtverwaltung Chemnitz integriert.

Unter Nutzung eigener Dienstleistungen der Stadt sowie des Kommunalen Zweckverbands KISA wurde ein konzipierter Online-Antragsassistent auf Basis des verwaltungsübergreifenden Serviceportals Amt24 entwickelt. Darüber konnten die durch die Corona-Krise betroffenen Kulturschaffenden alle notwendigen Angaben und Nachweise in einfacher Form online und zeitunabhängig einreichen. Die Unterlagen wurden sofort und regelmäßig vom Chemnitzer Kulturbetrieb zur Weiterverarbeitung abgerufen.

Die Anträge konnten fortlaufend zunächst bis zum 30. Juni 2020 gestellt werden. Ergab die Prüfung der eingereichten Unterlagen, dass der Antragsteller antragsberechtigt und der Antrag förderfähig ist, wurde zeitnah über die Förderung entschieden. Als Nachweis des Fördermitteleinsatzes sollte die Maßnahme digital dokumentiert werden. Es war vorgesehen, dokumentarisches Material auf der Webseite der Stadt Chemnitz zu veröffentlichen.

Rückblickend kann eine positive Bilanz zum Projekt gezogen werden. Die Antragszahlen und Rückmeldungen waren sehr positiv. Insbesondere wurden auch die einfache und unkomplizierte Antragstellung einschließlich einer leicht verständlichen Sprache und Datenerhebung im Antragsprozess gewürdigt. Ausdruck dafür sind auch die Antragszahlen, welche sich in der nebenstehenden Abbildung widerspiegeln. Im gesamten Beantragungszeitraum gingen im Kulturbetrieb der Stadt 358 Anträge auf Soforthilfe ein. Aufgrund des großen Erfolgs hat der Stadtrat eine budgetseitige Aufstockung um 150.000 € und eine Neuauflage des Sofortprogramms beschlossen.

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